In unseren Herzen die Welt

Autor: Virgil Kane

Paperback, 688 Seiten, ISBN-13: 9783732241521, Verlag: Books on Demand, Erscheinungsdatum: 13.05.2019

 

Das Buch:

Erschienen im Books On Demand-Verlag ist „In unseren Herzen die Welt“ von einfacher, jedoch solider Machart. Die Klebebindung wirkt stabil, die Seiten blättern sich problemlos, die Schrift ist schnörkellos und ausreichend groß, um ohne Lupe gelesen werden zu können.

 

Leseprobe und Bestellung unter…

 

Der Inhalt :

Locker geschrieben und mit vielen Bezügen zu Geschehnissen der letzten beiden Jahre, erfahren wir aus den Blickwinkeln von vier beteiligten Charakteren die Hintergründe zu den Vorkommnissen in einer Luzerner Nobelklinik.

Die Handlung mit spannendem Ausgang bildet jedoch nur die Kulisse für den Versuch des Autors, die tiefer liegenden Fragen des Lebens anzugehen. Woher kommen wir? Wohin führt uns unser Leben? Wer ist der Boss und warum belügen uns unsere Sinne? – Wo ist sie wirklich verborgen, diese Welt? In all den Dingen um uns her? In unseren Gehirnen? Oder doch in der Art und Weise wie wir fühlen, handeln und lieben?

In einer Art Gesprächssituation setzt uns der Autor den handelnden Personen gegenüber, als wäre man dabei, Interviews mit ihnen zu führen – die sogenannten „Protokolle“. Das liest sich sehr gut und hat den Charme, dass man erst nach und nach Dinge von allen Seiten erfährt und Zusammenhänge bildet.

Alles in allem ist In unseren Herzen die Welt sehr gute Unterhaltung in nicht alltäglicher Form.

 

Der Plot:

Philipp, genannt Phil, erfährt durch eine geplatzte Arterie im vorderen Frontallapen des Großhirns eine Bewusstseinsveränderung. Seither kann er plötzlich Klavierspielen, seinen erlernten Beruf als Zerspaner nicht mehr ausüben und ist homosexuell. Er wendet sich an den Neurophysiologen Peter Winkler, genannt Pete, um mehr über sich und seine Krankheit zu erfahren. Die Kernfrage, die ihn umtreibt, lautet „Wer bin ich wirklich?“. Die beiden verlieben sich und ziehen kurz darauf zusammen. Pete erleidet durch einen Unfall eine Querschnittslähmung und wird zur Reha in die Schweizer Nobelklinik des ebenfalls gelähmten Konzernerben Victor van Pelt eingewiesen. Van Pelt lebt dort äußerst zurückgezogen und betreibt eine Stiftung zur Erforschung und Behandlung von Querschnittslähmung. Irreversibel vom Hals abwärts gelähmt, plant van Pelt, seinen Körper zu verlassen und mit Hilfe von zahllosen auf der Welt verteilten und mit Datenbrillen ausgestatteten Helfern, mit denen er über das Internet in Verbindung steht, virtuell quasi als „Gehirn im Tank“ weiterzuleben. Doch es kommt anders und Pete, der sich Hoffnungen darauf gemacht hatte, ebenfalls virtuell und im Vollbesitz seiner Kräfte weiterleben zu können, revidiert daraufhin seine Einstellung zum Leben und erkennt den Wert realer Erfahrungen gegenüber virtuellen Reizen. Phil unterstützt ihn dabei nach Kräften, erkennt jedoch am Ende, dass er wohl für immer eine multiple Persönlichkeit bleiben wird. Die Beziehung zu Pete zerbricht und er erkennt, dass seine Fähigkeit zu lieben nicht klar kanalisierbar ist. Im Gegensatz zu Pete muss Phil allerdings keine körperlichen Grenzen überschreiten, um sein Lebensglück zu finden, sondern gesellschaftliche Konventionen.